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Dear Hanna
Vor einiger Zeit hatte ich ein Gespräch, in dem ich sicher etwas forsch vorgegangen bin. Thema war die Religion und nach späterem Grübeln musste ich feststellen, dass meine Arroganz, die ich in diesem Gespräch sicher gezeigt habe, bestraft wurde.
Nun musste ich feststellen, Religion hat nicht nur viele Leben gekostet, sondern auch viele Leben gerettet. Meist verteufelt (wie schön!) man die Religion als nicht zeitgemäß; Gott was soll das denn? Ein Argument, das ich selbst verwendet habe: Die die Glauben sind einfach zu bequem; Religion schiebt Gott als Antwort hinter Fragen die doch unerklärlich seien. Mag man es bezeichnen wie man möchte, ob dumm, bequem oder … es ist völlig egal.

Religion, im Sinne als Glaube an Gott, kann Menschen helfen (und dies tut sie) bestimmte neuralgische Situationen zu meistern. Ein Beispiel ist wohl gerade die Besetzung Tibets. Hätte der damals junge Dalai Lama nicht den Rückhalt seiner Religion gespürt, so gäbe es heute vielleicht kein Tibet mehr (und Millionen von Menschen weniger). Sein Glaube an eine Gottheit/ Lehre, hat ihn zu einer besonnen Reaktion bewegt. Wie viele in seinem Alter hätten so besonnen reagiert? Er sagt ganz deutlich, der Glaube half ihm dies zu überstehen; auch, wenn es über seine Lebensjahre in dieser Welt hinaus dauern würde, so wird Tibet irgendwann frei sein.

Dies Beispiel ist sicher kein Alltägliches.
Wie oft hilft Religion im Alltag? Egal in welcher Situation, wenn der Glauben an eine Wesenheit hilft diese Situationen zu verarbeiten, dann kann es doch nichts Schlechtes sein. Sie gibt dort Rückhalt, wo man sonst drohen würde zu fallen, daran kann ich nichts negatives entdecken. Wir glauben alle an etwas. Die Wissenschaft ist nichts anderes als eine Religion (im oben verstanden Sinne). Der Gott ist nur Wissen und Marie Ebener-Eschenbach sagte ganz richtig: „Alles Wissen geht aus einem Zweifel hervor und endigt in einem Glauben.“ Man meint Zusammenhänge zu entdecken zwischen verschiedenen Variablen, weil man es beobachtet hat. Nur ist hier wohl die Schwierigkeit inbegriffen. Für diesen Text gibt es so viel Verstehensweisen wie Leser, wer will den Anspruch erheben, die Intension dieses von mir geschriebenen Textes „richtig“ verstanden zu haben?

Ich möchte hier gar nicht weiter gehen. Ich denke aber es ist „falsch“ Religion rein aus der Historie zu begreifen und in eine dogmatischen Ansicht zu verfallen. Religion ist letztendlich nichts anderes als das was uns alle jeden Tag, in unzähliger Weise umgibt, ein Modell von uns selbst erschaffen, welche Absicht dahinter steht wird von jedem aus seinem Wesen her selbst begriffen, wie eben Wissenschaft auch.
2008-04-10 17:53:23