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Was es bringt alles zu hinterfragen
Eigentlich sollte dieser Text heißen „das Übertragen von wissenschaftlichen Methoden auf das 'wirkliche' Leben bzw. auf menschliche Interaktion“. Aber mir erschien der Titel zu lang und so dient er zur Einleitung. Die Wissenschaft lehrt zu hinterfragen, Dinge nicht einfach hin zu nehmen, sondern Problem durch erlernte Methoden zu lösen bzw. dies zu versuchen. Doch selbst die Lösungsmuster passen nicht immer und so ist es der Wissenschaft eigen, neue Lösungsansätze zu kreieren und diese dementsprechend anzuwenden. Nun lernt man als Student diese Vorgehensweise. Man versucht Problem zu lösen. Was geschieht nun, wenn man auf Probleme des Alltags trifft, lassen diese sich auch durch Wissenschaft lösen? In den meisten Fällen wird das sicher bejaht werden. Was ist aber im Bereich der Gefühle, des nicht Greifbaren? Kann im Bereich des Irrationalen1 durch eine Vernunft, durch eine stringente wissenschaftliche Methodik ein Problem gelöst werden? Die Antwort fällt wohl bei dieser Wortwahl eindeutig aus. Wie soll im Irrationalen rational gehandelt werden? Eine fasst schon triviale Feststellung die dennoch nicht so einfach ist, wie sie erscheint. Treten Problem auf so versucht man sich an den bekannten Mustern zu orientieren, obwohl man weiß/ es einem rational erscheint, nicht rational zu handeln wäre die bessere Methode. Unsere Vernunft sagt also verhalte dich nicht nach mir.

Was bringt es nun alles zu hinterfragen? Diese Erörterung hier, welchen Zweck verfolgt sie; in diesem Fall kann ich sagen reinen Selbstzweck, Bewältigung des Vergangen. Ist es wichtig zu wissen, dass man irrational handeln sollte, dass das Betrachten (wie in der Wissenschaft üblich) aller möglicher/ relevanter Indikatoren, in der Gefühlswelt der falsche Weg ist? Sollte es nicht jedem Menschen selbstverständlich sein? Ja sollte es aber das ist eben normativ und weicht wie immer vom Istzustand ab.2 3Ich denke, dass der Versuch jedwede Faktoren eines Gefühls (das Basis einer zwischenmenschlichen Beziehung ist) einzufangen und dementsprechend zu analysieren, nur scheitern kann. Trifft man nun eine Entscheidung auf Grundlage der bekannten Methodik, ist klar, dass bei nicht Einbeziehen aller relevanten Faktoren, eine Fehlentscheidung vorprogrammiert ist.

Resultat ist, da es einem Menschen nicht möglich ist, alle mögliche Komponenten eines Gefühls einzufangen, dass eine wissenschaftliche Herangehensweise im Bereich der Gefühle nicht geeignet ist, denn die Einflüsse, aus denen sich ein Gefühl entwickelt, sind so vielschichtig und komplex, dass kein Modell ihr Entstehen erklären kann.

Es ist also ratsam und durch aus vernünftig hier nicht Theorien anzuwenden, also nicht in jedem Bereich des Lebens Fragen zu stellen, sondern seine Geist Freiraum zu lassen [sich einfach treiben lassen], für das nicht Fassbare, für jenen Bereich des Lebens der nie wissenschaftlich erklärt werden kann; für die Gefühle, wie Freundschaft und Liebe, welche das menschliche Leben erst aufblühen lassen.

1 Irratinal heißt hier sich einfach vom Geist treiben lassen, der Vernunft nicht zu folgen.

2 Außerdem kann ich nicht für alle Menschen sprechen.

3 Es ist ebenfalls möglich das besonnenes Verhalten in bestimmten Situationen der richtig Weg ist.
2007-06-25 00:00:00